bis Frühjahr 2010 Carmignac Gestion-Preis für Fotojournalismus 2010
Den internationalen professionellen Fotojournalisten gibt Carmignac Gestion ein aktuelles Thema vor, für das der Sieger fünf Monate Zeit hat, eine Reportage zu erstellen. Den Fotojournalisten steht es frei, ob sie das Jahresthema aus politischer, wirtschaftlicher, sozialer oder kultureller Sicht behandeln.
Der deutsche Fotograf Kai Wiedenhöfer ist der diesjährige Preisträger des erstmals vergebenen Carmignac Gestion-Preises für Fotojournalismus.
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Carmignac Gestion-Preis für Fotojournalismus 2010
Mit diesem neuen Fotopreis möchte Carmignac Gestion Fotojournalisten unterstützen, die durch ihre Arbeit an vorderster Front an wichtigen Ereignissen teilhaben und entscheidende Werte wie Mut, Unabhängigkeit, Transparenz und soziales Miteinander verteidigen.
Eine unabhängige Jury wählt ein Reportageprojekt aus, das mit 50.000 Euro finanziert wird. Um die Reportage darüber hinaus auch einem breiten Publikum bekannt zu machen, wird eine Ausstellung organisiert und eine Monografie herausgegeben.
Das Reportageprojekt wird nach folgenden Kriterien ausgewählt: Das Engagement des Fotojournalisten, die Übereinstimmung des Projekts mit den Wertvorstellungen des Preises und dem vorgegebenen Thema, die Originalität des Themas, die Kohärenz der Reportage und der Umgang mit dem Bild.
Zeitplan für die Ausschreibung 2010
- Einreichen der Fotoreportage: Frühjahr 2010
- Ausstellung und Veröffentlichung der Monografie: Herbst 2010
http://www.carmignac.de/de/mazenatentum.htm
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Carmignac Gestion-Preis für Fotojournalismus 2009
Der deutsche Fotograf Kai Wiedenhöfer ist der diesjährige Preisträger des erstmals vergebenen Carmignac Gestion-Preises für Fotojournalismus.
In diesem Jahr war der Gazastreifen das Thema für die Bewerber. Aus 76 Bewerbern kamen 14 Kandidaten aus 8 verschiedenen Ländern in die engere Auswahl. Die sechsköpfige Jury unter Leitung des Fotografen, Kinoregisseurs und Malers William Klein diskutierte zunächst die Qualität der fotografischen Arbeiten und legte besonderen Wert auf eine künstlerische Handschrift und einzigartige Perspektive der Arbeiten. Die Jury untersuchte auch die Originalität der Reportagen und die Fähigkeit jedes Kandidaten, einen neuen Zugang zum Thema zu finden und ihm dadurch besondere Ausdruckskraft zu verleihen.
Nach einem ersten, sehr lebhaften Wahldurchgang einigten sich die Jurymitglieder auf drei Teilnehmer für das Finale, deren Arbeiten sich durch sehr unterschiedliche Ansätze auszeichnen: der Deutsche Kai Wiedenhöfer, die Palästinenserin Eman Mohammed und die Französin Lizzie Sadin.
Die Jury vergab den ersten Preis für das Projekt von Kai Wiedenhöfer. Der Spezialpreis der Jury ging an die junge Fotografin Eman Mohammed (22). Bei dieser Entscheidung hob die Jury die hohe Qualität und die Sensibilität ihrer Arbeiten zu den Lebensbedingungen palästinensischer Frauen besonders hervor.
Kai Wiedenhöfer plant seine Rückkehr in den Gazastreifen, um den Wiederaufbau nach dem letzten israelischen Angriff im Januar 2009 zu dokumentieren.
Diese neue Fotoserie behandelt drei Hauptthemen:
- Die Trümmer: Narben, die die Bombardierungen in der Stadt hinterlassen haben und der Umgang der Palästinenser mit dem Leben in prekären Behausungen.
- Die Belagerung: der Alltag während der Blockade – Lebensmittelversorgung, Umweltverschmutzung, psychologische Probleme, Wasserversorgung, die Mauer, der Grenzübergang Rafah.
- Die verlassenen israelischen Siedlungen: Rückkehr zu den Orten, die der Fotograf im Sommer 2005 während des Rückzugs der israelischen Armee fotografiert hatte.
Seit 1990 widmet sich der engagierte Fotograf einer umfangreichen Dokumentararbeit über das Alltagsleben in den besetzten Gebieten. Kai Wiedenhöfer zeichnet sich durch Ausdauer bei der Verfolgung, der Verarbeitung und der Erforschung des Konflikts zwischen Israel und Palästina aus. Der Fotograf, der selbst fließend arabisch spricht, liefert in seinen Arbeiten mehr als Nachrichten. Er setzt in seiner Arbeit kontinuierlich Verbundenheit und Verständnis den Augenblicken der Spannung und äußerster Gewalt entgegen. Diese Vorgehensweise hat ihren Ursprung in der humanistischen Tradition, das Reale mit Fingerspitzengefühl zu hinterfragen, das karikaturartige zu vermeiden, um die Realität in ihrer Komplexität wahrzunehmen.
Die fotografische Arbeit Kai Wiederhöfers zeichnet sich durch seine Fähigkeit zur Erneuerung aus. Zu Beginn seiner Arbeit im Gazastreifen bevorzugte er Schwarzweißfotografien, ganz in der Tradition der Reportagefotografie. Heute sind seine Fotografien reflexiver geworden, mit Farb-Panorameinstellungen, die von einer originellen, wagemutigen und sehr zeitgenössischen Handschrift zeugen.
Die Jury, unter der Leitung des Fotografen, Kinoregisseurs und Malers William Klein, setzte sich in diesem Jahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:
- Christian Caujolle, Journalist, Schriftsteller, Ausstellungskurator, Gründer der Fotoagentur und Galerie VU
- Guillaume Herbaut, Fotograf, Mitbegründer der Fotoagentur Œil Public
- Fabrice Hergott, Leiter Musée d’art moderne de la Ville de Paris
- Jean-Luc Marty, Editorial Director und Chefredakteur Geo
- Alain Mingam, Fotojournalist, Ausstellungskurator und Fotoagent
- Vivienne Walt, Korrespondentin Time Magazine
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Weitere Beiträge in Vergangenes
- Krupp-Stiftung
- FotoDoks
- EMERGENT LLEIDA – Awards and Calls
- Canon-ProfiFoto-Förderpreis 10/2
- Vattenfall Fotowettbewerb
- Lodzdesign 2010
- Take a Picture and Travel
- Sport- und Aktion-Fotografie
- Book Awards 2010
- St. Leopold Friedenspreis 2010
- obs-awards 2010
- Wildlife Photographer of the Year 2010
- Staatsstipendium für künstlerische Fotografie 2010
- Fotoausstellung 2010 in Sydney
- Salon-Fotowettbewerbe